Vorbereitung auf die Firmung 

Wir freuen uns auf alle jungen Christen, die sich bei uns auf die Firmung vorbereiten wollen. Die Firmung ist ein wichtiger Schritt, um aus eigener Entscheidung Christ zu sein. Unsere Vorbereitung dauert von September bis etwa Anfang Juni und umfasst wöchentliche Treffen (Mittwoch 18.30 - 20.00), zwei erlebnisorientierte Wochenenden (Oktober und April/Mai) und einzelne Veranstaltungen zwischendurch (v. a. Gottesdienste und caritative Einsätze). Christsein lernen wir in Gemeinschaft. Darum ist es uns wichtig, als Gruppe zusammen zu wachsen.   
Wer kann dabei mitmachen? In erster Linie alle, die im Pfarrgebiet von Canisius oder Lichtental wohnen. Aber auch Eure Freunde aus anderen Gebieten laden wir herzlich ein. Im Jahr der Firmung müsst ihr das 14. Lebensjahr abschließen (viele kommen aber erst ein Jahr später).   Bis zum 1. Wochenende im Oktober könnt Ihr noch dazu stoßen, dann erst wieder im nächsten Jahr. Wer also 2017 gefirmt werden möchte, sollte Jahrgang 2003 oder älter sein.
Natürlich können auch Erwachsene gefirmt werden. Wenn Sie das möchten, nehmen sie bitte über das Pfarrbüro Kontakt mit dem Pfarrer auf.  
Unser Firm-Team: Martin Datler (Leiter), Lisa Meier, Florian Lackner, Hannes Gönner (Pfarrer)  

 

Seit Herbst 2016 bereitet sich eine Gruppe von neun Dreizehnjährigen auf das Sakrament der Firmung vor. Die Firmung ist für den Sonntag nach Pfingsten, den 11. Jun i 2017, geplant.

Damit wir im September 2017 wieder mit einer Gruppe beginnen können, bitten wir Sie, sich möglichst bald anzumelden. Dann fällt es uns auch leichter, weitere Kandidatinnen und Kandidaten zu finden.


Das Sakrament der Firmung

Beim Sakrament der Firmung ist die Vielfalt der Ansätze und Zugänge besonders groß. Gerade das ist aber auch die Stärke von Sakramenten: Sie sind, bezeichnen und bewirken immer mehr, als ein einziger Zugang ausdrücken könnte.

Für manche Gemeinden ist die Firmung das große Sakrament der Entscheidung zu Gott und/oder Kirche, für andere ist sie die Chance, jungen Menschen noch möglichst viel an Religiösem mitzugeben, bevor sie in höhere Schulen kommen oder Berufsausbildungen starten. Wieder andere setzen den Fokus beim Sakrament der Firmung auf die "Vollendung" der Taufe – und sehen in ihr quasi eine Ratifizierung.

Letzteres ist auch die geschichtliche Wurzel der Firmung. Die Taufe ist die Aufnahme in die konkrete kirchliche Gemeinde und wird durch den Leiter der Gemeinde vollzogen. Früher viel diese Aufgabe also dem Bischof zu. Er taufte und firmte in einer Feier. In den Ostkirchen ist das bis heute so üblich. Bei uns werden erwachsene Täuflinge in einer gemeinsamen Feier getauft und gefirmt. Manches mal gibt es auch für die Kindertaufe einen gemeinsamen Termin.

Im Lauf der Zeit wurden die Gemeinden so groß, dass sie unterteilt wurden. Der Bischof gab den Pfarrern, die die Teilgemeinden zu leiten hatten, die Beauftragung zur Taufe. Um aber den Bezug zur eigentlichen Integrationsperson nicht zu verlieren, blieb die Firmung dem Bischof vorbehalten. So wird das Sakrament der Firmung auch heute durch den Bischof (oder seinem persönlichen Vertreter) gespendet.

Die Firmung schließt mit der Eucharistie die Eingliederung ("Initiation") des Gläubigen in die Kirche ab.

Dem Gefirmten wird die besondere Kraft des Heiligen Geistes zugesagt. Als Gefirmter ist man aufgerufen "geistvoll" zu leben, zu handeln und zu gestalten. Das Sakrament kann und soll also in den Alltag, den Beruf und in viele andere Lebensbereiche ausstrahlen. Gefirmte sind im Besonderen Gesandte Gottes und seiner Kirche. Und: Im biblischen Sinn steht der Gesandte für den Sendenden. Der oder die Gefirmte steht also für Gott in der Welt ein.

Vieles davon kommt im Ritual der Firmung zum Ausdruck

Erneuerung des Taufbekenntnisses:

Bei der Taufe haben Eltern, Paten und Gemeinde dem Bösen eine Absage erteilt und ihren Glauben bekannt. Bei der Firmung ist der Kandidat alt genug, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet sich in der Firmung für Gott und für ein Leben eingebettet in der Kirche: "Ich widersage!" - "Ich glaube!"

Gebetseinladung durch den Firmspender:

Lasset uns beten, Schwestern und Brüder, zu Gott dem allmächtigen Vater, dass er den heiligen Geist herabsende auf diese jungen Christen, die in der Taufe wiedergeboren sind zu ewigem Leben. Der Heilige Geist stärke sie durch die Fülle seiner Gaben und machen sie durch seine Salbung Christus, dem Sohn Gottes, ähnlich.

Stilles Gebet

Gebet um den Heiligen Geist:

(Der Firmspender breitet seine Hände über die Firmlinge aus und spricht:)

Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast diese jungen Christen in der Taufe von der Schuld Adams befreit, du hast ihnen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Wir bitten dich, Herr, sende ihnen den Heiligen Geist, den Beistand. Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Durch Christus, unsern Herrn. - Amen!

Chrisamsalbung:

Firmspender: "N. (Vorname), sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!"

(Er legt dazu die Hand auf den Kopf des Firmlings und zeichnet mit Chrisam-Öl ein Kreuz auf dessen Stirn.) Firmling: "Amen!"

Firmspender: "Der Friede sei mit Dir!" (Der Firmspender reicht dem Firmling die Hand zum Friedensgruß!)

Die Crisamsalbung beinhaltet drei Symbole:

  • "Handauflegung"







    Diese hat im menschlichen Leben viel mit "Halt geben", "von jemandem etwas halten" und ähnlichem zu tun. Das Handauflegen war in der Religionsgeschichte aber immer auch ein Zeichen der Übertragung von Ämtern und Aufgaben.
  • "Salbung"







    In unserer Welt verwenden wir unzählige Salben, Cremen, Öle oder ähnliches. Wie selbstverständlich erinnert eine Salbung an Gesundheit, Schönheit und Kraft. Besondere Ämter - wie etwa das Königtum - wurden früher mit einer Salbung übertragen. Was schon in der Taufe betont wird, kommt hier zur Vollendung: Als Getaufter und Gefirmter ist man Christus ganz zugehörig und beauftragt ihn in der Welt spürbar zu machen sowie in seiner Kraft zu leben und wirken. Der Name Christus kommt aus dem Griechischen und bedeutet "der Gesalbte".
  • "Besiegelung"







    Auch heute drücken Stempel, Siegel oder Unterschrift die Aneignung eines Inhaltes aus. Man identifiziert sich damit. Ähnliches wird von Gott her in der Besiegelung spürbar. Die Firmung ist eine Besiegelung der vollkommenen Zugehörigkeit in die Kirche mit allen Rechten und allen Pflichten.

(Pfarrer Gerald Gump)