Dr. Johannes Gönner

Pfarrer

 

Im September 2009 wurde ich Pfarrer der Canisius-Kirche, wenige Tage nach meinem 50. Geburtstag. Damit kam ich meiner Herkunftsgegend Hernals so nahe wie seit meiner Priesterweihe 1985 nicht mehr. Genau genommen arbeitete ich ja schon seit 2007 hier. Damals verlegten wir das Zentrum der anderssprachigen katholischen Gemeinden mit afrikanischer, asiatischer und lateinamerikanischer Herkunft (ARGE AAG) hierher. Deren organisatorischer Leiter bin ich seit 2003. Jetzt aber der Reihenfolge nach:

Nach meiner Matura studierte ich zuerst ein Jahr Mathematik und Physik, was die meisten SchülerInnen erschreckt, manchmal aber auch ganz nützlich ist. Im Laufe dieses Jahres entschloss ich mich zum Theologiestudium und in der Folge zum Priesterberuf. Während des Studiums lebte ich ein Jahr lang als Praktikant in der Pfarre Rennbahnweg und war auch Mitglied der Studentenvertretung.

Nach dem Studienabschluss wählte ich als Diakonatspfarre 1984/85 die Gemeinde am Allerheiligenplatz. Nach meiner Priesterweihe wurde ich erstmals Niederösterreicher und somit Kaplan im damals größten Pfarrverband Zellerndorf bei Retz – und das exakt nach dem Weinskandal!

  Vier Jahre später nahm ich eine Assistentenstelle bei Prof. Zulehner an und übersiedelte in die Pfarre Wien-Mauer. Nach zehn Jahren am pastoraltheologischen Institut, dem Abschluss meiner Dissertation über die Situation der osteuropäischen Kirchen nach der Wende und zahlreichen Nebenaufgaben war es wirklich an der Zeit, Pfarrer zu werden: in Gutenstein im hinteren Piestingtal (viele kennen den Mariahilfberg).

Besonders wichtig für meine Arbeit war die besonders familiäre Beziehung zur Volksschule, in der ich durchgehend unterrichtete. Bald danach wurde mir in Wien die Leitung der anderssprachigen Gemeinden übertragen, die ich bis heute über habe.

Und als dann der Jesuitenorden die Canisius-Pfarre verließ, lag es nahe, mein Pendlerdasein aufzugeben und ganz hierher zu übersiedeln.

Ich bin also nicht ganz unschuldig an den speziellen Charakteristika unserer Pfarre. Inzwischen haben hier fünf (meist kleinere) Gemeinden ihre Heimat gefunden und finden auch öfters Veranstaltungen aller ARGE-Gemeinden hier statt.

Als Musikfreund ist es mir gemeinsam mit unserem Organisten Mario Andric gelungen, Kontakte zu MusikerInnen zu knüpfen, verschiedenen Ensembles Probe- und Auftrittsmöglichkeiten zu bieten und trotz geringer Mittel einen kleinen Schwerpunkt Musik aufzubauen.

Am wichtigsten aber ist für mich der karitative Schwerpunkt. Die professionelle Sozialberatung bestand ja bereits. Und als der Caritas-Lebensmittelmarkt Le+O aufgebaut wurde, erhielten wir die Verantwortung für den 9. und 20. Bezirk.

All das ist nur möglich, weil die Pfarre über ein außergewöhnlich großes Raumangebot verfügt, ein Erbe der großzügigen Aufbauarbeit der Jesuiten.

Ja… und dann ist da noch… was ein Autor nie verschweigen darf: eben dass er ein Autor ist. Von diesem Krimi, der in der Canisius-Pfarre spielt und auch auf Kreta, meiner ‚Wahlheimat‘. Aber das ist eine eigene Geschichte…

http://www.styriabooks.at/article/5076

 

Dr. Boris Hološnjaj

Kaplan

 

Boris Hološnjaj, geboren am 18. Juli 1960 in der kinderreichen Familie des griechisch-katholischen (unierten) ruthenischen Priesters Joakim Hološnjaj.

Theologiestudium in Zagreb (Kroatien), Luzern (Schweiz) und Rom.

Seit 1995 in Österreich, zuerst als Assistent am Institut für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens und später als Hilfskaplan in der Pfarre Canisius und als Religionslehrer in verschiedenen Mittel- und Allgemeinbildenden Höheren Schulen Wiens.

Vater dreier Kinder, Nikolaj, Anna und Valeria.

 

 

 

Vivian Perdomo Reyes MA

Pastoralassistentin

 

Wie mein Name womöglich gleich erahnen lässt, habe ich lateinamerikanische Wurzeln. Aufgewachsen bin ich jedoch in Wien. Hier habe ich meine bisher gesamte Bildungslaufbahn, vom Kindergarten bis zum Masterabschluss in Katholischer Religionspädagogik, absolviert. Ich selbst sehe mich als „Latina-Wienerin“.

Das Phänomen Religion und Glaube, hat mich schon als kleines Kind fasziniert. Für mich war es jedoch alles andere als klar, dass ich einmal „als Theologin ende“.

Das Leben verschlägt einen sowieso oft dahin, wo man es am  wenigsten  erwartet,  manchmal  auch  zurück zum  Ursprung.  So  ist  es  für  mich  sehr  spannend  nun in der Canisiuspfarre tätig zu werden, denn sowohl mein Kindergarten als auch meine Volksschule waren im Pfarrgebiet. Hier in der großen Kirche - damals kam sie mir noch viel größer vor - hatte ich 1998 meine Erstkommunion. Ich bin sehr dankbar dafür genau an diesem Ort Pastoralassistentin sein zu können.

 

Die Canisiuspfarre ist eine sehr vielfältige Pfarre, in der sich jeden Tag etwas tut. Ich freue mich meinen Teil dazu beizutragen.

Meine zweite große Leidenschaft ist die Musik. Außerhalb meiner Dienstzeiten wird man mich ziemlich sicher in einem Proberaum oder auf einer Bühne finden.